OVG Lüneburg: Stadt Wolfsburg muss VW nicht die Gewerbeausübung untersagen.
Ein Potsdamer Bürger hat bei der Stadt Wolfsburg beantragt, gegen VW aufgrund der Diesel-Affäre gewerberechtlich vorzugehen. Er begründete das damit, dass die Verantwortlichen von VW gewerberechtlich unzulässig seien sowie mit der Notwendigkeit der Gewerbeuntersagung für den Schutz seiner Gesundheit.
Die Stadt Wolfsburg hatte den Antrag abgelehnt, da der Antragsteller nicht geltend machen konnte, dass er in eigenen, subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt worden zu sein.
Die daraufhin vom Antragsteller eingereichte Beschwerde beim OVG Lüneburg wies das Gericht zurück. Es bekräftigte den Beschluss der Stadt-Wolfsburg, dass der Antrag mangels verletzter subjektiv-öffentlicher Rechte unzulässig sei. § 35 I 1 der Gewerbeordnung regelt die Gewerbeuntersagung und diene lediglich dem Schutz der Allgemeinheit und nicht den Individualinteressen Dritter.
Möglichen Gesundheitsgefahren, die mit dem Ausstoß von Schadstoffen verbunden sind, begegne der Staat bereits auf vielfältige Weise, daher kann sich der Antragsteller auch nicht auf sein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit berufen.
Senden Sie uns eine Anfrage
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
BREAKING: Keine mündlichen Verhandlungen in Ungarn
Die Regierung hat gemäß der Verordnung Nr. 45/2020 (III.14) außerordentliche...
DAI: Grenzüberschreitendes Vertriebsrecht (Referent: NZP-Anwalt L. Nagy)
Bochum, 7.11.2019 14:00-16:45 Uhr Im Rahmen einer von dem DAI (Deutsches Anwaltsinstitut e.V.)...
BGH: Keine Treuepflicht des Geschäftsführers gegenüber GmbH-Gläubigern
Der BGH hatte in seinem Urteil vom 07.05.2019 festgestellt, dass kein Schadensersatzanspruch eines...
EuGH: zugelassene Anwälte aus dem EU-Ausland können Altersvorsorgepflichtbeiträge absetzen
In Deutschland zugelassene Anwälte, die ihren Wohnsitz jedoch nicht in Deutschland haben, können...
EU-Verordnung zu E-Evidence weiter fraglich
Mehr strafrechtliche Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten, das ist das Ziel der...
VW-Skandal: Sogar die Softwareupdates enttäuschen
Keine sinnbefreiten Softwareupdates, sondern eine Verpflichtung der Autohersteller zu einer...
Baden-Württemberg bereitet Klage vor
Baden-Württemberg wird wohl das erste Bundesland, das eine Klage gegen den VW-Konzern erhebt....
Die Stufenklage im Vertriebsrecht
I. Allgemeines zur Stufenklage Die Stufenklage gemäß § 254 ZPO hat im Vertriebsrecht, gerade im...
Zur Erforderlichkeit einer Übersetzung von Schriftstücken bei Zustellungen in der Europäischen Union
Wenn ein gerichtliches oder außergerichtliches Schriftstück in einer Zivil- oder Handelssache aus...
LAG Schleswig-Holstein: Geschäftsführeranstellungsvertrag lässt sich mündlich aufheben
Soweit vertraglich nicht anders vereinbart, kann ein Geschäftsführeranstellungsverhältnis laut dem...
Newsletter










