OVG Lüneburg: Stadt Wolfsburg muss VW nicht die Gewerbeausübung untersagen.
Ein Potsdamer Bürger hat bei der Stadt Wolfsburg beantragt, gegen VW aufgrund der Diesel-Affäre gewerberechtlich vorzugehen. Er begründete das damit, dass die Verantwortlichen von VW gewerberechtlich unzulässig seien sowie mit der Notwendigkeit der Gewerbeuntersagung für den Schutz seiner Gesundheit.
Die Stadt Wolfsburg hatte den Antrag abgelehnt, da der Antragsteller nicht geltend machen konnte, dass er in eigenen, subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt worden zu sein.
Die daraufhin vom Antragsteller eingereichte Beschwerde beim OVG Lüneburg wies das Gericht zurück. Es bekräftigte den Beschluss der Stadt-Wolfsburg, dass der Antrag mangels verletzter subjektiv-öffentlicher Rechte unzulässig sei. § 35 I 1 der Gewerbeordnung regelt die Gewerbeuntersagung und diene lediglich dem Schutz der Allgemeinheit und nicht den Individualinteressen Dritter.
Möglichen Gesundheitsgefahren, die mit dem Ausstoß von Schadstoffen verbunden sind, begegne der Staat bereits auf vielfältige Weise, daher kann sich der Antragsteller auch nicht auf sein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit berufen.
Senden Sie uns eine Anfrage
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Haus kaufen in Ungarn als Deutscher: Worauf Sie achten sollen
Ein Haus zu kaufen in Ungarn als Deutscher ist grundsätzlich möglich. Es gelten nur kleine...
Oberster Gerichtshof Slowenien: Im Fall der unzureichenden Risikoaufklärung ist der CHF-basierte Darlehensvertrag nichtig
Vor ungarischen Gerichten werden Darlehensverträge mit wechselkursbezogenem Zinssatz regelmäßig...
Kartellrecht, insbesondere E-Commerce
Von besonderem Interesse im Jahr 2017 war sicherlich u.a. der Beschluss des OLG Düsseldorf vom 5....
Franchiserecht und AGB
Franchisegeber verwenden zwecks eines einheitlichen Vertriebssystems und Gleichbehandlung der...
Beurkundung nach ungarischem Recht von Deutschland aus
Anders als in den meisten deutschen Bundesländern , üben Rechtsanwälte in Ungarn in der Regel...
Ab 2018: elektronische Prozessführung auch in Deutschland
Ab dem 01.01.2018 müssen alle in Deutschland eingetragenen Rechtsanwälte elektronischen...
Persönliche Haftung der Geschäftsführer bei der Insolvenz einer deutschen „GmbH“, gilt auch bei der deutschen „AG“
Der Lieferant und Gläubiger steht bei der Insolvenz seines deutschen Kunden immer vor dem Problem,...
Grundbesitzer in Ungarn, die Parteien von „Taschenverträgen“ sind, fürchten bis zu fünf Jahre Haft und Enteignung. Gibt es eine Lösung?
Bis Ende April 2014 war es in Ungarn auch EU-Ausländern - dank einer vorübergehenden...
Die Metropolregion Nürnberg kann einer der attraktivsten Standorte nach dem BREXIT werden
Der Brexit steht erst in zwei Jahren an, doch viele Unternehmen suchen bereits jetzt nach einem...
Deutsch-Indische Milliardeninvestitionen in Zukunftstechnologien
NZP NAGY LEGAL vereinbart Kooperation mit indischen Firmen zur Unterstützung deutscher Investoren...
Newsletter










