Medizinische Diagnostik, Preisgestaltung, Datenanalyse – die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Mit dem Aufkommen der datengesteuerten Wirtschaft (Datenwirtschaft) gewinnt auch die künstliche Intelligenz rasch an Bedeutung. Diese Technologie spielt eine Schlüsselrolle bei der systematischen Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen. Das Europäische Parlament hat mit der Arbeit an einer europäischen Regulierung der künstlichen Intelligenz begonnen, um deren Einsatz sicher und vertrauenswürdig zu gestalten. Der Vorschlag klassifiziert Systeme der künstlichen Intelligenz anhand festgelegter Anforderungen in vier Risikokategorien. Wird ein System als risikoreich eingestuft, müssten Unternehmen, die diese Technologie einsetzen, umfassende Qualitäts- und Risikomanagementsysteme einrichten. Der Einsatz künstlicher Intelligenz wird zweifellos die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahrzehnte prägen. Aus diesem Grund ist es im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen unerlässlich, Regeln zu schaffen, die spezifische Risiken präzise definieren und gleichzeitig Rechtssicherheit bieten sowie frei von unnötiger Bürokratie sind. Im Rahmen des Programms “Europa fit für das digitale Zeitalter” werden weitere EU-Rechtsvorschriften im Bereich der Digitalisierung erwartet, und wir werden unsere Leser in künftigen Beiträgen über diese Entwicklungen auf dem Laufenden halten.